Rodiwana

Die Zeit, das Land und die Leute

Setting:

Unlivast ist eine mitunter gespenstisch anmutende Hafenstadt.

Unlivast ist eine düstere, vorindustrielle Hafenstadt im Norden Rodiwanas, gelegen in der Nähe von Wäldern und nördlich des gigantischen, unerforschten Dschungels, in dem die gefürchteten Trohpa (Ureinwohner) leben.  Die zeitliche Einbettung in den ersten Bänden erinnert an eine mittelalterliche Welt, in der es noch keinen Strom gibt und Pferde, Kutschen und Schlitten auf Schotterstraßen anzutreffen sind. Auch der Walfang spielt eine Rolle. 


Exotische Wesen, Flora und Fauna:

In der Natur des Nordlandes, im Meer und im Dschungel gibt es bekannte Pflanzen und Tiere, sowie exotische Pflanzen und fantastische Kreaturen, die nur in Rodiwana zu finden sind. Die Kiemenmenschen und die Trohpa sind fiktive Völker. 


Ängste und die Früchte der Fantasie:

In einer Zeit, in der Unlivast dem wissenschaftlichen Fortschritt der Metropole Sîlard noch hinterherhinkt, spielen Ängste und Aberglauben unter den Nordmenschen eine besondere Rolle. Im Muscheltaucherviertel "gedeihen die Früchte der Phantasie besonders gut" (Band 1). 


Zitat: 

aus Band 1 "Die unzähmbare Fantasie der Nordmenschen": 

Das Hafenviertel war voller Geistergestalten, hier gediehen die Früchte der Fantasie besonders gut. Sie wuchsen auf dem Markt, in schattigen Gassen, in Kneipen, vor kleinen Öfen und in Suppenküchen. Hier wusste man, dass Kiemenmenschen die besseren Menschen waren und dass bald ihre Zeit gekommen wäre. Das hatte nicht nur Runold Fischmaul vorhergesagt, sondern auch der Geist des Stadtgründers Lambert Bentzander, der des Nachts die Dämonen in den Brunnen tötete.


Rodiwana auf Pagus


  • PAGUS - Dieser Planet umkreist die Sonne Aureus. Pagus ist umgeben von zwei Monden: Monarch und Spion. 


  • RODIWANA - ist der einzige Kontinent des Planeten Pagus. Er hat die Form eines Schmetterlings. 


  • UNLIVAST - Das Nordland Unlivast ist die Heimat der Fischer, Walfänger und der Kiemenmenschen.  


  • UNLIVASTER - Unlivaster/-in, die Unlivaster  sind die Einwohner des Nordlands Unlivast.


  • SÜD-VARAN - Der nördliche Bereich Süd-Varans grenzt an den Trohpa-Dschungel, der südliche besteht vorwiegend aus Wüste. Die gleichnamige Hafenstadt Süd-Varan gilt als Umschlagplatz für Waren aller Art. 


  • SÜD-VARANER - Süd-Varaner/-in, die Süd-Varaner  sind die Einwohner Süd-Varans.  


  • TROHPA - Trohpa, die Trohpa sind die Ureinwohner des Dschungels.  


Die gezeichnete Landkarte stammt von Bente Amlandt. Die anderen Fotos dieser Seite sind lizensierte Adobe Stock Medien.



Die Zeitrechnung:

Die Jahreszahl, die hier genannt wird, bezieht sich immer auf die Zeitrechnung des Nordlands und bedeutet die Jahreszahl nach der Gründung Unlivasts. Das Jahr „Null“ ist dabei das Jahr, in dem die Kiemenfrau Kunia der Stadt ihren Namen gab (Kapitel 2). Entsprechende Markierungen an der Granitküste haben zu der Festlegung geführt. In anderen Regionen Rodiwanas, so zum Beispiel in Süd-Varan, wird nach den Jahren der Herrschaft der jeweiligen Machthaber gerechnet. Doch um niemanden zu verwirren, wird die Süd-Varaner Zeit hier nicht genannt und nur die Unlivaster Jahreszahl angegeben.

 

1 Jahr auf Pagus hat 10 Monate, 1 Monat hat 24 Tage,

1 Woche hat 6 Tage,

1 Tag 22 Stunden.

 

In den langen Wintern Unlivasts sind die Nächte länger als die Tage. Einmal im Monat sieht man zwei Vollmonde (Monarch und Spion) am Himmel.



1 Jahr auf Pagus / Jahreszeiten Unlivasts:

 

1.  Augenmonat - dritter Wintermonat

2.  Schattenmonat - vierter Wintermonat

3.  Koboldmonat / Monat der Schneeschmelze

4.  Blütemonat / Calippa-Monat – Frühling, Frühlingsfest

5.  Sommermonat / Monat der Orileja

6.  Wassermonat / Monat des Regens und der Flüsse

7.  Fischermonat / im Westland: Monat der Ernte

8.  Orkanmonat – Herbst und oft auch Winterbeginn

9.  Schneemonat – erster Wintermonat

10.  Waldmonat - zweiter Wintermonat / am 24.12. Waldmannstag, danach Jahreswechsel, Neujahrsfest

 

 

Die 6 Wochentage in Unlivast:

 

Hafentag – Montag 
Schifferstag – Dienstag 
Mitmarkttag – Mittwoch 
Drückertag – Donnerstag 
Fischertag – Freitag

Aureus-Tag/ Aureustag (frei) - Samstag/ Sonntag


Zwischen Laternen, Brunnen und Kutschen

Der folgende Text dient der Veranschaulichung der Zeit, in der die Nordmenschen leben und ist für diejenigen gedacht, die es gern etwas genauer wissen möchten. Der Text befindet sich am Ende des ersten Bands. Im Laufe der Rodiwana-Reihe wird die technische Entwicklung rapide vorangehen. Anders wäre natürlich Lissje in der Raumstation nicht zu erklären! 

Der technische Entwicklungsstand:

(zitiert aus dem Anhang des ersten Bands)

Um 770 nach der Gründung Unlivasts gibt es in Sîlard schon „Gehräder“, Fahrräder, Dampflokomotiven, die die „Stadtbahnen“ ziehen, Seilbahnen, die ins Gebirge führen, und ein noch sehr kostspieliges, sechsrädriges oder achträdriges Fahrzeug, das „Fargomobil“ genannt wird. Dieses Fahrzeug wird mit einem Dampfmotor angetrieben. Die Entwicklung eines    solarbetriebenen    Motors    dank des sogenannten „Sîlards“, einer nur in Rodiwana existierenden Siliziumart aus den Ribborgs, wird bereits vorangetrieben. Die „Sîlard- Platinen“ können Sonnenergie in Strom umwandeln. Dadurch sollen die „Fargoms“ leichter und schneller werden. Doch bis zur Verwirklichung eines entsprechenden Motors ist es noch ein weiter Weg. Schließlich wird die sogenannte „Sîlard- Energie“ noch nicht einmal für die Beleuchtung der Straßen oder der Häuser benutzt.

Im Jahre 862 nach der Gründung Unlivasts sollen die mit Petroleum betriebenen Straßenlaternen durch elektrische Laternen ersetzt werden, wobei keine der neu entwickelten
„Kugellampen“ (wir würden sie heute als „Glühbirnen“ bezeichnen) länger als einen Monat hält. Der Strom wird mit Hilfe der „Ribborgi-Wandler“, Dynamomaschinen, erzeugt. 

Während in Sîlard bereits in vielen Häusern der Wohlhabenden Leitungen für die neuen, noch kurzlebigen Kugellampen gelegt werden, sitzen die Nordmenschen Unlivasts nach Einbruch der Dämmerung noch im Dunkeln. Wer es sich leisten kann, der hat eine oder mehrere Laternen, die mit (Wal-)Tran gefüllt werden. Solche Laternen sind auch an den Hauptstraßen Unlivasts zu finden. Der Rest der Stadt liegt nach Anbruch der Nacht im Dunkeln. Die Nordmenschen ahnen in den Jahren ab 770 noch nichts von Sîlard-Energie, Fargomobilen oder Ribborgi-Wandlern. 


 



 

Laternen aus Waltran und Feuerwerk zu den doppelten Vollmondfesten

In der Hafenstadt Unlivast verbrennt Waltran in den Laternen und auch Kerzen sind aus dem Tran der Pottwale gemacht. Hier werden sechsrädrige Sîlarder Fahrzeuge für ein Gerücht gehalten. Hätte den Nordmenschen jemand gesagt, dass die sogenannten „Fargomobile“ bald auch noch mit den Strahlen der Sonne Aureus angetrieben werden sollen, dann hätten sie das für einen schlechten Scherz gehalten. Transportmittel sind hier und in Süd-Varan im Jahre 859 nach der Gründung Unlivasts Pferde, Kutschen, Schlitten und Schiffe. Großsegler wie die Unlivaster Dreimaster haben eigens angeheuerte Rudermannschaften. Die Kapitäne des Nordlands können von Motoren wie in Sîlard nur träumen. Das Misstrauen gegenüber dem technischen Fortschritt ist im Nordland groß. Obwohl einige bereits Feuerwerk für eins der Mondfeste aus Sîlard erstehen und es unter viel Gejubel anzünden, so meinen die Skeptiker, dass all dieses „Sîlarder Teufelszeug“ nichts als Verderben mit sich bringen würde. Im Nordland „baut“ man ganz auf Handarbeit. Auch die Sägewerke und die Webstühle, die Schiffswerften und alle anderen Fabriken produzieren nur dank Hebewerken, Pumpwerken oder Seilzügen. Aber man findet kaum einen Dampfmotor und erst recht keine Dynamomaschinen, bzw.
„Ribborgi-Wandler“, die Strom erzeugen.


 



 

Zeitungen, Fotografie und Buchdruck

Im Jahre 859 nach der Gründung Unlivasts gibt es in ganz Rodiwana noch keine Radios, Schallplatten, Tonbandgeräte, Fotoapparate, andere Speichermedien, Telefone oder Computer. Die Kommunikation über große Entfernungen erfolgt per Bote oder per Brief. Eine Mitteilung von Süd-Varan nach Unlivast dauert so schon einmal sechs Wochen, da sie per Schiff überbracht werden muss. Zeitungen und Bücher werden bereits gedruckt, vorwiegend in Schwarz-Weiß.

Die Währung und der Stadtherr Unlivasts

Bezahlt wird mit Silbertalern, die trotz ihrer Bezeichnung nicht zu hundert Prozent aus Silber bestehen. Dabei handelt es sich um kleine, flache Taler, die ein geringes Gewicht haben und die in Lederbeuteln aufbewahrt werden. In den sogenannten „Stadtkassen“ ist es möglich, Silbertaler in Form von Gutschriften und Sparbriefen anzulegen, auch Darlehen werden so ermöglicht, die in Unlivast nach Lambert Bentzanders Revolution (Kapitel 5) vom Stadtherrn genehmigt werden müssen. Der „Stadtherr“ arbeitet und wohnt im Rathaus. Er hat in Unlivast die Funktion eines Bürgermeisters, jedoch gehen seine Befugnisse weit darüber hinaus.



 

Bis bald in Rodiwana!

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